REWe Erlebnis

Wandeln wie in einer anderen Welt:

Schieferschaubergwerk Raumland

 

Mehr als 450 Jahre lang fanden viele Wittgensteiner Arbeit und Brot in einem einst blühenden Industriezweig, dem Schieferbergbau. Die älteste erhaltene Konzession zum Schieferabbau aus dem Jahr 1717 hatte Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg ausgestellt. In Raumland wurde in zwölf Gruben der wertvolle Naturstein abgebaut.

 

Der dunkelblaue Schiefer war ein bedeutender Baustoff. Ausgezeichnet durch seine dunkle Farbe und große Haltbarkeit wurde der Raumländer Stein für Dach- und Wandschiefer, Fensterbänke und Treppenstufen verwendet. Der Schiefer wurde nicht nur innerhalb von Deutschland verkauft, sondern nachweislich auch nach England, Frankreich und Ungarn exportiert.

 

Die Blütezeit der Dachschieferindustrie begann 1860, als nach einer Ministerialverordnung

die Dächer nicht mehr mit Stroh gedeckt werden durften. Durch den erhöhten Bedarf von Dachschiefer entstanden in und um Raumland zwölf Schiefergruben, in denen etwa 450 Bergleute ihr tägliches Brot verdienten.

 

Wer heute Bergbau-Luft schnuppern möchte, kann noch in die Grube „Delle“ hineingehen. Im Stollen herrschen kühle sieben Grad Celsius. In den dunklen Schächten wandelt man wie durch eine andere Welt. Im Schieferschaubergwerk erfahren die Besucher, wie Schiefer entsteht, abgebaut und weiterverarbeitet wird.

Öffnungszeiten: April bis Oktober, samstags um 14 Uhr und um 15 Uhr, während der Sommer- und Herbstferien in NRW auch mittwochs um 15 Uhr, Sonderführungen nach Vereinbarung.

Kontakt: Ortsheimatverein Schieferschaubergwerk Raumland
Jutta Plaschke, Telefon 0160 - 35 10 221

Mail | Internet
Anschrift: Schieferschaubergwerk Raumland, Im Edertal 2 (L553), 57319 Bad Berleburg

Eintrittspreis: Erwachsene: 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche: 1,50 Euro, Sonderführungen auf Anfrage!